Otosklerose – erste Symptome und wie kann ich mein Ohr schützen | Audiovita

 In Unkategorisiert

Die Otosklerose ist eine Erbkrankheit des Mittelohrs und hat eine Hörminderung, eine sogenannte Schallleitungsstörung, zur Folge. Die Schwere der Schwerhörigkeit ist unterschiedlich von Mensch zu Mensch, und sogar von Ohr zu Ohr.

In diesem Artikel möchten wir eine Übersicht geben über die Otosklerose mit dem Ziel, die einzelnen Symptome zu erkennen und eine Möglichkeit aufzeigen, wie man sein Ohr besser davor schützen kann.

Was ist Otosklerose

Die Otosklerose ist ein Krankheitsbild, das das Mittelohr betrifft. Die Wissenschaft ist sich einig, dass der Großteil der Betroffenen diese Krankheit vererbt hat, sei es nur die Voraussetzung diese zu kriegen als auch die Schwere und den Zeitpunkt derselben.

Das Mittelohr ist der Teil des Ohres, das mit dem Trommelfell beginnt und sich dahinter befindet. Im Mittelohr befinden sich die kleinsten Knochen des menschlichen Körpers, die den Schall, der aufs Trommelfell trifft, durch dessen Vibration verstärken. Die Otosklerose beschreibt die nicht normale Beschaffenheit des Mittelohrs aufgrund einer Disfunktion des zellulären Systems, aus dem es besteht. Die unnatürliche, übermäßig vorhandene Knochenmasse verhindert, dass die Gehörknöchelchen weiterhin locker vibrieren können. 

Dies verursacht eine sogenannte Schallleitungsstörung, also eine Schwerhörigkeit, ausgelöst durch die langsame Versteifung des ansonsten sehr flexiblen Systems des Mittelohrs und daher eine verminderte Weiterleitung des Schalls ans Gehirn.

 

Anfängliche Symptome und Verlauf der Krankheit

Wie bereits erklärt verhindert die Otosklerose die problemlose Weiterleitung des Schalls, der sonst ungehindert auf das Innenohr treffen und von da an an das Gehirn weitergeleitet würde.

Die anfänglichen Symptome sind vor allem die Schwerhörigkeit, in den meisten Fällen zuerst auf einer Seite, und in der Folge auch auf dem anderen Ohr. Viele Menschen sind aber auch gleichzeitig auf beiden Seiten von einer Otosklerose betroffen. 

In Zusammenhang mit der Schwerhörigkeit treten sehr oft Symptome wie Schwindel, Drehschwindel und generell Gleichgewichtsstörungen auf. Viele Betroffene klagen in diesem Zusammenhang auch über einen ein- oder beidseitigen Tinnitus oder auch einer Schall-Überempfindlichkeit (dies vor allem in lautem Ambiente).

Ein Alarmzeichen für alle Angehörigen sollte sein, dass der Betroffene paradoxerweise trotz seiner Schwerhörigkeit anfängt, leiser anstatt lauter zu sprechen. Das klingt zunächst einmal unlogisch, da alle Schwerhörigen mit einer „normalen“ Innenohrschwerhörigkeit immer lauter als normal sprechen. Von Otosklerose Betroffene hören ihre eigene Stimme aber lauter und unangenehmer durch einen Okklusionseffekt und sprechen daher leiser als Normalhörende. 

Eine unbehandelte oder unzureichend behandelte Otosklerose kann zu einer hochgradigen Schwerhörigkeit führen. Gerade deshalb ist es wichtig, bei den ersten Anzeichen einen Spezialisten zu Rate zu ziehen und auf abklären, ob auch andere Familienangehörige davon betroffen sind, da es sich um eine Erbkrankheit handelt.

 

Wie schütze ich mein Ohr

Bis heute gibt es keine vorbeugende Behandlung für Otosklerose, aber auch nicht eine vorbeugende medikamentöse Vorgehensweise, um die Otosklerose einzudämmen oder abzuschwächen, um wieder normal hören zu können. Einzig das bei einigen Betroffenen verabreichte Kalkfluorid hatte eine gewisse Wirkung, um die Geschwindigkeit des Voranschreitens der Otosklerose zu verlangsamen.

Es wäre sehr wichtig, alle Maßnahmen zu ergreifen die notwendig sind, um das schnelle Voranschreiten der Krankheit zu verlangsamen. Wissenschaftler sind sich einig, einen Zusammenhang zwischen mehreren viralen, hormonellen und immunologischen Krankheiten herstellen zu können. 

Auch eine erhöhte Ausschüttung von Östrogenen könnte die Krankheit auslösen, was auch das gehäufte Auftreten bei Frauen und Mädchen erklären würde, vor allem auch bei schwangeren Frauen.

Für den Schutz des Gehörs gelten dieselben Regeln wie bei allen anderen Krankheitsbildern das Ohr betreffend:

  • Vermeidung von lauter Umgebung: bei lauter Arbeit und bei lauter Umgebung in der Freizeit immer Gehörschutz verwenden, vor allem wenn der Lärm über einen längeren Zeitraum anhält.
  • Einen gesunden Lebenswandel anstreben: Verzichten von Zigaretten, Alkohol und fettem Essen. Auch regelmäßiger Schlaf ist wichtig.
  • Nicht ständigen Temperaturschwankungen ausgesetzt sein
  • Schläge auf den Kopf vermeiden
  • Beim Tauchen sehr genau auf die Dekompressionsphasen achten

 

Neueste Beiträge

Einen Kommentar hinterlassen